Zeltlager an den Bozner Flussufern nehmen deutlich zu
In den vergangenen Wochen ist die Zahl illegaler Zeltlager an den Flussufern der Landeshauptstadt spürbar angestiegen. Berichten der Stadtverwaltung zufolge wurden allein entlang des Eisacks und der Talfer zuletzt rund 40 Zelte gezählt. Die Behörden stehen vor einer logistischen und humanitären Herausforderung.
Behörden registrieren verstärkten Zulauf
Die Situation in den Bozner Flussbetten verschärft sich mit den steigenden Sommertemperaturen zusehends. Wie aus Kreisen der Gemeinde nach den jüngsten Sitzungen zur inneren Sicherheit verlautete, haben die informellen Camps im Stadtgebiet eine neue Dimension erreicht. Vor allem die Uferzonen des Eisacks sind Schauplatz von provisorischen Ansiedlungen geworden. Aktuell gehen die Kontrollorgane von etwa 40 illegalen Zelten aus, die dort im dichten Ufergebüsch aufgeschlagen wurden.
Quästur und Ortspolizei im Dauereinsatz
Die Quästur Bozen sowie die lokalen Ordnungskräfte führen in diesen Bereichen regelmäßige Schwerpunktkontrollen durch. Dabei geht es den Sicherheitsbehörden nicht nur um die Einhaltung der öffentlichen Ordnung, sondern auch um den Eigenschutz der Betroffenen: Bei plötzlichen Unwettern oder Gewittern in den Bergen können die Flusspegel von Eisack und Talfer innerhalb kürzester Zeit lebensgefährlich ansteigen.
Aus Kreisen der Stadtpolitik wird betont, dass reine Räumungsaktionen das Problem oft nur verlagern. Die Gemeinde sucht daher verstärkt den Dialog mit Sozialgenossenschaften und Hilfsorganisationen, um den obdachlosen Menschen alternative, sichere Unterkünfte anzubieten – eine Aufgabe, die das soziale Auffangnetz der Stadt Bozen im Sommer regelmäßig an seine Belastungsgrenzen bringt.
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