Kaum zu glauben: Dealer nehmen fünf Monate altes Baby mit zum Drogenübergabeplatz
Filmreife, aber bittere Szenen im Nachbarland Österreich: Bei einem groß angelegten Zugriff der Kriminalpolizei im Kärntner Bezirk Wolfsberg klickten für fünf Verdächtige die Handschellen. Fassungslos macht die Ermittler vor allem ein Detail: Mitten im kriminellen Geschehen befand sich ein wehrloser Säugling.
Es klingt wie das Drehbuch zu einer düsteren True-Crime-Serie, spielte sich aber am vergangenen Freitag auf einem schlichten Parkplatz in Kärnten ab. Die Ermittler des Landeskriminalamtes hatten den richtigen Riecher und ertappten eine Drogenbande direkt auf frischer Tat bei der Übergabe.
Fünf Kilo Kokain und ein Säugling
Die Bilanz der anschließenden Durchsuchungen ist enorm: Die Beamten stellten fünf Kilogramm Kokain, eine größere Menge Cannabiskraut, Amphetamine sowie eine beträchtliche Summe Bargeld sicher.
Für das größte Entsetzen sorgte jedoch die Zusammensetzung der Gruppe (drei Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren). Eine der festgenommenen Personen hatte tatsächlich ihr erst fünf Monate altes Baby als "Begleitung" zum hochgefährlichen Drogendeal auf den Parkplatz mitgenommen.
Vier Verdächtige in U-Haft
Die Justiz greift nach diesem Zugriff hart durch. Nach den intensiven Einvernahmen am Wochenende wurden vier der Beschuldigten direkt in die Justizanstalt Klagenfurt eingeliefert. Der fünfte Beteiligte wurde auf freiem Fuß angezeigt.
Während die Kriminalpolizei die Ermittlungen zu den Hintergründen des Drogenrings auf Hochtouren fortsetzt, steht für das Baby glücklicherweise erst einmal der Schutz im Vordergrund: In solchen Fällen schalten die Behörden sofort die Kinder- und Jugendhilfe ein, um das Wohl des Kindes zu sichern.
Quellenhinweis: Dieser Bericht basiert auf den offiziellen Angaben der Landespolizeidirektion Kärnten sowie Medienberichten der „Kleine Zeitung“
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