Italiens Badeseen-Elite: Montiggler See und Völser Weiher stürmen die Top 5
Südtirols Vorzeige-Gewässer spielen im gesamtitalienischen Vergleich ganz oben mit. Bei der diesjährigen Vergabe der renommierten „Cinque Vele“ (Fünf Segel) von Legambiente und dem Touring Club Italiano sicherten sich der Große Montiggler See und der Völser Weiher Spitzenplätze unter den absoluten Top 5 des Landes.
Pünktlich zum Start der sommerlichen Badesaison haben die Umweltschutzorganisation Legambiente und der Touring Club Italiano ihren neuen, maßgebenden Führer „Il Mare più Bello“ vorgestellt. Das erfreuliche Ergebnis aus Südtiroler Sicht: Unsere heimischen Seen sind im nationalen Ranking kaum zu schlagen.
Höchste Auszeichnung für Wasser und Nachhaltigkeit
Sowohl der Große Montiggler See in der Gemeinde Eppan als auch der Völser Weiher am Fuße des Schlerns wurden erneut mit den begehrten „Cinque Vele“ ausgezeichnet. Diese Höchstbewertung wird nicht nur für eine makellose Wasserqualität vergeben. Die Experten bewerten ein strenges Gesamtpaket aus Umweltmanagement, sanftem Tourismus und Landschaftspflege.
Der Montiggler See: Urzeitliche Naturoase im Überetsch
Eingebettet in das ausgedehnte Naturschutzgebiet des Montiggler Waldes in der Gemeinde Eppan an der Weinstraße, verdanken die Montiggler Seen ihre Entstehung den eiszeitlichen Gletschern. Auf rund 500 Metern Meereshöhe gelegen, erwärmt sich der Große Montiggler See im Sommer erstaunlich schnell und bietet dennoch eine hervorragende biologische Balance.
Das Geheimnis seiner Spitzenplatzierung liegt im strengen Schutz der Schilfgürtel und Uferzonen, die als natürliche Kläranlage und Rückzugsort für Wasservögel dienen. Zudem sorgt das sanfte Mobilitätskonzept vor Ort dafür, dass der Autoverkehr weitgehend aus dem sensiblen Waldgebiet herausgehalten wird – ein Kernkriterium für die Jury von Legambiente.
Der Völser Weiher: Einzigartige Symbiose am Fuße des Schlerns
Ein echter Kontrast dazu ist der Völser Weiher auf gut 1.000 Metern Meereshöhe in der Gemeinde Völs am Schlern. Was heute wie eine unberührte Postkartenidylle wirkt, ist historisch gesehen ein Meisterwerk menschlicher Kulturlandschaft: Der Weiher wurde bereits im 16. Jahrhundert von Leonhard von Völs als künstlicher Fischteich angelegt.
Die größte Besonderheit des Sees ist sein extrem sensibles, aber intaktes Ökosystem. Eine Hälfte des Gewässers ist komplett als Biotop für die Öffentlichkeit gesperrt. Hier wachsen seltene Teichrosen und Schilfarten, die das Wasser auf vollkommen natürliche Weise reinigen. Dass ein so intensiv genutzter Badesee inmitten des Naturparks Schlern-Rosengarten Jahr für Jahr Bestnoten für seine Wasserqualität erhält, ist dem kompromisslosen lokalen Naturschutz zu verdanken.
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